Mehr über mich

Am 13. September 1954 in Brechtorf  (Niedersachsen) geboren, wuchs ich hier in mehr oder minder bescheidenen Verhältnissen auf, zumindest was die finanzielle Situation betrifft.

1969 bekam ich auf meinem Wunsch hin von den Eltern meine erste Kamera geschenkt. Es war eine AGFA  Silette LK, die mich lange Jahre begleitete. Ich setzte sie hauptsächlich zum dokumentieren ein, wollte einfach damit die Zeit festhalten. SW war die Regel, auf Grund der hohen Kosten, mit der die Farbfotografie seiner Zeit zu Buche schlug. Natürlich tat sich dann auch bald der Wunsch nach einem eigenen Labor auf, da die Fotografie ja nicht mit der Aufnahme endet.

Das ging viele Jahre so, bis ich den Schmalfilm entdeckte, konnte man hiermit doch seine Umwelt noch besser in bewegten Bildern darstellen. Alles war einfach lebendiger, aber auch kostspieliger: 3 Minuten Farbfilm ca. 15 DM. Die Nizo Professionell kostete auch 2000 DM, dafür musste ich ein Jahr  lang sparen. Hinzu kamen dann noch der Projektor, das Schneidepult, alles für die Nachvertonung usw.. Der Vorteil der hohen Kosten war, dass man sich auf das wesentliche konzentrierte und das Material nicht so einfach vergeudete. Denn das Motto lautete: In der Kürze liegt die Würze! Mein größter Traum war es immer gewesen, einen großen Spielfilm zu drehen. Es wurden viele kleinere, und etliche meiner Filme sind heute Kult geworden. Anfang der 80er-Jahre investierte ich noch einmal richtig in den Live-Tonfilm, eine Nizo 6080 mit Kompendium musste es sein, mit der man auch 60m Filmrollen verwenden konnte. Hinzu kam ein Bauer Stereo Projektor und der Partykeller wurde damit zum Kino. Es war der Höhepunkt dieses Mediums und gleichzeitig auch sein Ende. Denn jetzt kam immer mehr die Videografie in Mode und damit starb der Super 8 - Film schneller als erwartet.

Die Qualität wurde durch Quantität ersetzt. Denn die Videografie war billig und schnell. Die Bänder kosteten gegenüber dem Film fast nichts und man konnte das Video sofort betrachten. So spielte die Zeit keine Rolle mehr. Jeder, der das Geld für so eine Kamera hatte, konnte plötzlich auch filmen, nur ansehen mochte es sich so recht keiner mehr. (Jeder der schon mal einen Hochzeitsfilm in Echtzeit ertragen musste, weiß wovon  ich rede). Nach 3 Stunden fällt dem Gastgeber ein, dass es ja noch eine weitere Kassette gibt. Spannung wurde durch Langeweile ersetzt, denn in der Regel fand ein Filmschnitt, wenn überhaupt, so gut wie nie statt.

Jetzt noch mal der Industrie auf dem Leim gehen und in eine teure Videoanlage investieren (für mich gibt es nur richtig oder gar nicht) kam für mich nicht in Frage. Zu verschieden waren die vielen Systeme und wer konnte wissen, welches sich am Ende durchsetzt? Also hing ich die ganze Filmerei wieder an den Nagel.

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Es folgte eine Zeit der Besinnung. Ich brachte erst mal mein Privatleben auf Reihe und eine günstig bei der Pleite von Rollei ersteigerte, leider auch defekte Spiegelreflexkamera (SL35E), zur Reparatur.  Mit ihr kehrte ich zu der guten, alten Fotografie zurück. Denn in unseren Dorf und im Freundeskreis konnte man es sich einfach nicht vorstellen,  dass ich ohne irgend eine Kamera aus dem Haus gehe. (Ich auch nicht!) Meine größte Angst ist es nämlich, dass `mal ein Ufo landet und ich keine Kamera dabei habe. Jetzt setzte ich auch immer öfter Diafilme ein, denn ein großes, auf die Leinwand projiziertes Bild ist vor einem größeren Publikum an Brillanz durch nichts zu übertreffen. (Super 8 -  Film lässt grüßen!)

1990,  nachdem ich eine Familie gegründet hatte, wurde das Haus ausgebaut, ein Studio mit Multiblitzanlage und ein Farblabor darin eingerichtet. (Wieder gab es nur:  richtig oder gar nicht). Dies  war auch der Beginn, mich ernsthaft mit der Fotografie auseinander zu setzen. Bücher wurden gewälzt, Fotozeitschriften abonniert. In dieser Zeit eignete ich mir das nötige Fachwissen an, um tiefer in die Materie der Fotografie einzudringen. Nicht so sehr das Technische, das kannte ich bereits, sondern eher das Gestalterische musste voran gebracht werden, sollte mich dieses Hobby voll ausfüllen. Was mich vor allem interessierte, waren Menschen, am liebsten die weiblichen Geschlechtes, in allen Fassetten. Ein Jugendtraum von mir war es immer gewesen, „Modells zu fotografieren“ und so war es dann auch nur eine Frage der Zeit, bis ich mir diese dann durch eine Anzeige suchte, nachdem meine Frau als Modell „streikte“. Sie war nämlich der Meinung, dass man in unserem Alter lieber hinter der Kamera stehen sollte als davor und riet mir zu dieser Annonce.

Es meldete sich unter anderem eine junge Dame namens Patricia. Sie war genau das, was ich suchte. Wir waren anfangs beide schüchtern, (ich mehr als sie) hatten aber den Ehrgeiz, gute Bilder machen zu wollen. Sie sah nicht nur gut aus, sondern hatte auch eine hervorragende Körperbeherrschung,  nicht zuletzt durch den Ballettunterricht, den sie mal hatte.  Ich brauchte praktisch nur noch das zu fotografieren, was Sie mir gab und das half mir ungemein, in diesem Bereich immer mehr Sicherheit zu erlangen. Denn allmählich waren wir über die Porträt- zur Aktfotografie gelangt, ohne es darauf angelegt zu haben . Es ergab sich!!! Genau wie die Freundschaft zwischen ihr und meiner ganzen Familie.

Ich hatte jetzt viele gute Bilder, die auch gezeigt werden sollten, doch über das wie und wo, darüber war ich mir zu dem Zeitpunkt  noch nicht im Klaren.

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Chronik Teil 2: Wettbewerbsfotografie

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